TIPPS für zuhause

So üben Sie mit Ihrem Kind

Bei „Schwimmen mit Imke“ arbeiten wir mit 4 Zertifikaten: Grün (Wassergewöhnung), Blau (Anfänger), Rot (Fortgeschrittene) und Schwarz (Selbstständiger Schwimmer). Der Unterricht findet immer ohne Schwimmbrille oder Tauchermaske statt – so fühlt sich Ihr Kind nachher in jeder Situation sicher im Wasser.
Auf dem Weg zu den Zertifikaten Grün und Blau übt Ihr Kind mit einer speziellen Schwimmweste. Diese Westen sind so konzipiert, dass Ihr Kind volle Bewegungsfreiheit hat, dabei aber immer wieder angeregt wird, sich aktiv zu bewegen.

Übt Ihr Kind für das Grüne Zertifikat?

Wichtig ist, dass alle Übungen zunächst mit der Weste und mit Ihrer Unterstützung durchgeführt werden. Sobald Ihr Kind eine Übung mit Weste und ohne Ihre Hilfe sicher beherrscht, können Sie den nächsten Schritt wagen: Nehmen Sie die Weste ab und wiederholen Sie die Übungen gemeinsam. Ziel ist es, dass Ihr Kind die Übungen schließlich auch ohne Weste und ohne Ihre Hilfe mehrmals hintereinander sicher ausführen kann. Erst dann ist eine Übung wirklich gemeistert.

Ein paar kleine Tipps für zuhause:
Nutzen Sie die Zeit beim Duschen oder Baden, damit Ihr Kind den Kopf ins Wasser – oder sogar unter Wasser – taucht. (Bitte aufpassen bei Schaumbad und Shampoo!)
Machen Sie ein Spiel daraus: Nehmen Sie eine große Schüssel, füllen Sie diese mit Wasser und legen Sie einen Gummibären oder etwas anderes Leckeres hinein – Ihr Kind muss es mit dem Mund herausholen. Das macht Spaß und nimmt gleichzeitig die Scheu vor dem Gesicht im Wasser! 🐻

Anforderungen
Grünes Zertifikat:

Wichtige Begriffe

die wir im Unterricht für das Grüne Zertifikat verwenden:

Ohren ins Wasser

– Ihr Kind legt sich nach hinten ins Wasser in die Rückenlage.

Nach oben schauen

– Das hilft Ihrem Kind, die Rückenlage zu halten.

Bauch/Po nach oben

– Ihr Kind achtet darauf, dass Bauch und Po oben bleiben. Darauf achten, dass die Beine dabei entspannt sind.

Schnelle Pommes-Beine

– Die Beine sind gestreckt und machen eine schnelle, auf- und abwärts gerichtete Bewegung unter Wasser. Darauf achten, dass es keine Fahrrad- oder Hundebeine werden!

Übungen

Wenn Ihr Kind gerade mit dem Schwimmunterricht begonnen hat, ist es wichtig, mit den ersten Schritten anzufangen. Das bedeutet, vom Beckenrand ins Wasser zu gehen, lernen, unter Wasser zu gehen, auf dem Rücken und Bauch zu treiben und sich eigenständig auf den Rücken zu drehen und zum Beckenrand zu gelangen.

  • Ins Wasser gehen. Es ist wichtig, dass Ihr Kind herausgefordert wird, unter Wasser zu gehen. Dein Kind in der Luft auffangen, ist also keine gute Idee. Lassen Sie es zunächst ein kleines Stück unter Wasser gehen und helfen Sie dann dabei, hochzukommen. Das können Sie tun, indem Sie die Hand unter Wasser vertrauensvoll bereit halten, während Sie das Kind auffangen. Anschließend hilfst du dem Kind zurück zum Beckenrand. Das kann es noch nicht alleine. Danach baust du das aus, mit immer weniger Hilfe, bis das Kind selbstständig alleine ins Wasser springen kann und wieder hochkommt. Sobald das Kind oben ist, darfst du ihm helfen.
  • Wir machen weiter mit dem Treiben auf dem Bauch. Diese Übung kannst du schon machen, wenn ein Kind noch nicht gut springen kann. Die Übung nennen wir im Schwimmunterricht die „Flugübung“. Das Kind darf aussuchen, wohin wir fliegen. Achte darauf, dass das gesamte Gesicht im Wasser ist – sowohl Mund, Nase als auch Augen. Versuche, es fünf Sekunden lang auszuhalten.
    Die zweite Übung, die dem Treiben ähnelt, ist die Schlafübung. Das Ziel ist, dass ein Kind zehn Sekunden auf dem Rücken treiben kann, ohne Arme und Beine zu bewegen. Achte darauf, dass die Ohren im Wasser sind, der Kopf leicht nach hinten geneigt ist und der Bauch sowie der Po nach oben gedrückt werden. Der Rest des Körpers liegt entspannt im Wasser. Am einfachsten kannst du dem Kind helfen, indem du hinter dem Kind stehst und den Kopf leicht stützt. Drück den Kopf nicht aus dem Wasser und lass das Kind schräg nach oben zu dir schauen.
  • Sobald sowohl das Springen ins Wasser als auch das Treiben auf Bauch und Rücken gut klappt, gehen wir zur wichtigsten Übung: selbstständig den Beckenrand erreichen. Die Übung sieht folgendermaßen aus: Ein Kind springt ins Wasser, kommt selbst hoch, dreht sich in die Rückenlage – Achtung, Ohren im Wasser und Bauch oben – und beginnt mit langen, geraden Rückenkraulbeinen zu treten, bis es den Beckenrand erreicht. Dehne das auf drei Meter aus. Im Schwimmunterricht nennen wir die Rückenkraulbeine „Pommesbeine“.

Beim Erlernen dieser letzten schwierigen Übung, in der alles kombiniert wird, ist es wichtig, alles zunächst mit Hilfsmitteln zu machen und dann immer weniger Hilfe zu geben. Mach es auch selbst vor – Kinder schauen gerne ihren Eltern zu und ahmen nach, was Mama oder Papa vormacht.